Editorial Design

The Poem Lab: A Machine made of Books

  • Auszeichnung
  • Talents

Auftragnehmer

Isabela Dimarco
behance.net/isabeladimarco

Mainz

Auftraggeber

Hochschule Mainz
Fachbereich Gestaltung
Kommunikationsdesign
Gutenberg-Intermedia
hs-mainz.de
/ designlabor-gutenberg.de
Prof. Dr. Petra Eisele
Prof. Florian Jenett
Prof. Dr. Isabel Naegele
Mainz


Projektpartner

Vanessa Liebler (Fotografie)
vaneversion.de

Mainz

BuchbindeAtelier Kochinke
Ludger Maria Kochinke
buchbindeatelier.de

Mainz

projektbeschreibung

Im Rahmen der Sonderausstellung „ABC. Avantgarde — Bauhaus — Corporate Design. Drucken und Werben am Bauhaus“ (6. September 2019 bis 2. Februar 2020 im Gutenberg-Museum in Mainz) wurde das für das „bauhaus.labor“ des Gutenberg-Museums entwickeltes Projekt „The Poem Lab“ ausgestellt. Das Projekt war Teil von insgesamt sieben ausstellungsbegleitenden Projekten, welche innovative zeitgenössische Ansätze der Gestaltung zeigen, die im Masterstudiengang „Gutenberg-Intermedia“ der Fachrichtung Kommunikationsdesign der Hochschule Mainz konzipiert wurden.

„The Poem Lab“ wurde auf der Grundlage der visuellen und theoretischen Arbeiten des Bauhausmeisters László Moholy-Nagy (1895 bis 1946) konzipiert. Die Installation verdeutlicht die Situation des medialen Umbruchs vom Analogen zum Digitalen: Die analogen Bücher, die traditionell als „Gefäß“ für Inhalte dienten, um Gedanken zu fixieren, werden ersetzt durch fluide Inhalte, die immer weniger materialhaft zu fassen sind.

Herausgekommen ist das Glossar-Buch, die Installation begleitende Publikation. Zusätzlich zu einer kleinen Zusammenfassung von „The Poem Lab“, ist im Buch eine infografische Übersicht, welche die am häufigsten verwendeten Wörter aus den vierzehn analysierten Texten von Moholy-Nagy in alphabetischer Anordnung zeigte, zu finden.

jurystatment

Die begleitende Publikation zur gleichnamigen Ausstellung überzeugt vor allem durch ihre Schlichtheit und die Konzentration auf das Wesentliche: Ganz in schwarzweiß gehalten, führt das von der Designerin betitelte „Glossar-Buch“ 6.829 Begriffe aus designtheoretischen Texten des Bauhaus-Meisters László Moholy-Nagy auf, aus denen eine Maschine mittels Algorithmus zufällige auswählt und Gedichte zusammensetzt.

Die Dokumentation erläutert dabei kurz das Ausstellungsprojekt, geht auf die Funktion des Poem Lab ein und enthält eine infografische Übersicht, welche die am häufigsten verwendeten Wörter aus den vierzehn analysierten Texten Moholy-Nagys zeigt. Nah an der Ausstellung selbst, jedoch als eigenständiges Werk erkennbar, ist der feine Satz, der Umgang mit Fläche und Textmenge sowie die rein typografische Gestaltung bemerkenswert. Ein schlichtes, geprägtes Cover weckt zudem die Neugierde und lädt zu einer Reise durch den Sprachschatz von László Moholy- Nagy ein.

Bettina Schulz